Das AdApo - System für die Haut

Die Haut - das verkannte Organ

1,5 - 2 m² Fläche und 10-20kg Gewicht - damit ist die Haut das größte Organ des Menschen. Ca. 6 Millionen Zellen pro cm² befähigen die Haut, ihre vielfältigen Aufgaben wahrzunehmen:

Ca. 5000 Sinneskörper pro cm² Haut ermöglichen das Wahrnehmen von Temperatur, Berührungen und Schmerz. Über die Haut teilt der Mensch - oft ungewollt - seiner Umgebung sein Empfinden mit, indem er errötet, bleich wird oder eine Gänsehaut bekommt.
Eine intakte und gesunde Haut ist wichtig für das gute Allgemeinbefinden des Menschen, während offensichtliche Hautleiden das physische und psychische Befinden stark beeinträchtigen können.

3 wesentliche Hautschichten

Für die Regulierung des Wassergehaltes der Haut ist vornehmlich die Oberhaut und hier speziell die äußerste Schicht die Hornhaut (Stratum corneum) mit ihren besonderen Fetten und den abgestorbenen (verhornten) Zellen verantwortlich. Nur bestimmte Stoffe können diese Hautbarriere durchdringen. Will man tiefere Hautschichten mit Nährstoffen versorgen, müssen Transportsysteme genutzt werden, welche fähig sind, die Hornschicht zu durchdringen (z. B. Liposome). Die Hornhaut ist von der Säureschicht überzogen, welche u. a. mit ihren Fettsäuren und Wachsen (Ceramiden) keimtötend wirkt und somit eine erste Barriere gegen Krankheitserreger darstellt. In der Keimschicht der Hornhaut, welche durch aktive Zellteilung für den Nachschub der von der Hornhaut abgegebenen toten Zellen sorgt, finden sich Langerhans-Zellen, Pigmentzellen (Bildung von Melanin) und Nervenzellen. Die Langerhans-Zellen sind Immunzellen und steuern die Abwehrreaktion der Haut nach Kontakt mit Fremdstoffen.
Die Lederhaut ist mit ihrem faserigen Netzwerk aus Kollagenfasern für die Elastizität der Haut veantwortlich. In der Lederhaut finden sich auch die Talgdrüsen, Haarwurzeln und Nervenendungen.
Die Unterhaut mit ihren Fetteinlagerungen gilt als Nährstoffspeicher der Haut und gleichzeitig als Schutzpolster. Hohe Belastungen durch UV-Strahlen, Umweltgifte und andere Toxine, Allergene und auch "alltägliche" Belastungen führen zu immer schneller ablaufenden Degenerationsprozessen und zu Hautschäden. Nur die optimale Versorgung und Pflege aller Hautschichten und die Erhaltung oder Regeneration der hauteigenen Schutzsysteme gewährleistet, dass die Haut ihre vielfältigen Funktionen optimal erfüllen kann.

Konzepte für die Haut

Die Firma AdApo hat sich zur Aufgabe gemacht, Konzepte zum Schutz und zur Regeneration von Haut und Schleimhäuten zu entwickeln und anzubieten. Die Lau Dermo Gele sind ein wichtiger Baustein dieses Konzeptes. Sie enthalten ausgewogen zusammengestellte Nähr- und Pflegestoffe, welche die Barrierefunktion der Haut unterstützen sowie die Regeneration geschädigter Haut fördern. Als Transport- bzw. Vektorsystem für die Inhaltsstoffe dienen Liposome (siehe Abb.). Liposome sind Hohlraumkügelchen und bestehen aus Baustoffen (Phospholipiden - Lecithinen), die denen der Zellwände der Hautzellen ähneln. So werden sie von der Haut besonders gut aufgenommen und transportieren in ihrem Inneren Substanzen, welche die Hornhaut normalerweise nicht durchdringen können, in tiefere Hautregionen. Die hohe Affinität der Liposomenbausteine zu den Strukturen der Haut führt zu einer hohen Verweildauer und damit zu einer besonders guten Verfügbarkeit der applizierten Substanzen in der Haut.

Es werden zwei verschiedene Lau Dermo Gele zum Auftragen auf die Haut angeboten - jeweils mit gleicher Zusammensetzung aber unterschiedlicher Konzentration der wesentlichen Inhaltsstoffe. So steht ein AdApo-System für unterschiedlich stark angegriffene Haut zur Verfügung.

Lau Dermo Gel Rot N - enthält 30% mit Hautnährstoffen beladene Liposome
zur Pflege und Regeneration von stark angegriffener
und sehr problematischer Haut
z. B. im Rahmen der Neurodermitis- oder Psoriasis-Behandlung

Lau Dermo Gel Grün N - enthält 15% mit Hautnährstoffen beladene Liposome
zur Pflege und Regeneration von normaler und problematischer Haut

Rot oder Grün - der Situation angepasst

Hautprobleme resultieren häufig aus Störungen des Stoffwechsels der Haut. Durch die Zufuhr bestimmter Hautnähr- und Baustoffe werden die Barrierefunktion der Haut und ihre Regeneration gezielt unterstützt. Mit dem Transportsystem "Liposom" gelanden die Substanzen gezielt an ihren Wirkort. Bei der Entwicklung der Lau Dermo Gele wurden Bestandteile bevorzugt, die natürlichen (pflanzlichen) Ursprungs sind.
Im Rahmen einer Neurodermitis- oder Psoriasisbehandlung sind die Lau Dermo Gele Rot oder Grün zur Pflege und vor allem zur Regeneration der geschädigten Haut im beschwerdefreien Intervall empfehlenswert. Auch bei durch Sonnenbrand geschädigter Haut empfiehlt sich die Anwendung dieser Lau Dermo Gele. Die Auswahl des Geles richtet sich stets nach dem Status der Haut: Bei stark angegriffener Haut ist das Lau Dermo Gel Rot vorzuziehen, bei leichteren Hautproblemen wählt man Lau Dermo Gel Grün.
Die hohe Konzentration der stoffwechselanregenden Substanzen (s.u.) macht die Anwendung von Lau Dermo Gel Rot zudem bei Cellulite sinnvoll. Einige Inhaltsstoffe haben einen regulierenden Effekt auf die Talgdrüsen, so dass die Lau Dermo Gele auch zur Pflege seborrhoischer Kopfhaut geeignet sind. Die Gele weisen - verursacht durch die enthaltenen schwefelhaltigen Aminosäuren - einen leicht schwefligen Geruch auf, der als unangenehm empfunden werden kann. Da ein Großteil von Allergien auf Duftstoffe zurückzuführen ist, wurde im Sinne der Naturheilkunde auf eine Parfümierung verzichtet. Auf eine Konservierung konnte leider nicht verzichtet werden. Daher sollte die Verträglichkeit vor einer großflächigen Anwendung zunächst auf einer kleinen Hautpartie geprüft werden.

Zielgerichtete Nährstoffe

Hyaluronsäure

Die Hyaluronsäure dient der Feuchtigkeitsbindung, da sie relativ zu ihrer Masse eine große Menge an Wasser binden kann. Zudem bildet sie einen hautaffinen Hydratfilm und schützt die Haut somit vor Austrocknung. Die Hyaluronsäure sorgt für einen ausreichenden Feuchtigkeitshaushalt und führt somit zu einer Straffung der Haut.

Ceramide

Die Lau Dermo Gele enthalten einen Ceramid-Komplex (Phospholipe und Sphingolipide). Ceramide sind Bausteine der Lipidbarriere der Haut. Wie Mörtel in einer Steinmauer füllen sie die Zellzwischenräume in der Hornhaut aus und halten dadurch die abgestorbenen Zellen zusammen. So schützen sie die Haut vor der Austrocknung und zu starker Abschuppung. Die Lipide des Ceramid-Komplexes liegen in lamellarer und damit besonders wirksamer Form vor. Die Pflege geschädigter Haut mit Ceramiden unterstützt die Regulierung eines gestörten Wasserhaushaltes der Haut und die Restrukturierung der Barriereschicht des Stratum corneum.

Aminosäuren

Cystein und Methionin sind schwefelhaltige Aminosäuren und liefern wichtige Bausteine für den Eiweiß- und Schwefelstoffwechsel. L-Cystein ist u. a. die strukturgebende Aminosäure im Protein Keratin, welches für die Stabilität von Haut und Haar verantwortlich ist. Darüberhinaus ist Cystein ein wesentlicher Ausgangsstoff für die Kollagensynthese.Methionin wirkt regulierend auf den Lipoid-Stoffwechsel und somit auf die Talgdrüsenfunktion. Schwefelhaltige Aminosäuren wirken durch die Bildung von Disulfid-Brücken reduzierend und bieten somit Schutz vor oxidativer Belastung (z. B. Radikalbildung durch Strahlenbelastung oder Entzündungen). Schwefelhaltige Aminosäuren haben einen günstigen Einfluss auf seborrhoische Hautzustände und können deshalb bei fettiger und unreiner Haut sowie bei fettigen Haaren und Kopfschuppen eingesetzt werden.
Aus Tryptophan kann Nicotinsäure (Niacin) gebildet werden, welche antioxidativ wirkt und an vielen enzymatischen Prozessen u. a. im Rahmen der Hautregeneration beteiligt ist. Ein Niacin-Mangel führt u.a. zu Hautrötungen und Juckreiz.

Stoffwechselaktive Substanzen

Coffein und Palmitoylcarnitin beeinflussen synergistisch den Fettstoffwechsel der Haut. Während Coffein den Fettabbau anregt, hemmt das Palmitoylcarnitin den Fettaufbau. Gleichzeit ist das Palmitoylcarnitin ein Carrier für Coffein, d. h. es fördert den Transport des Coffeins in die Unterhaut mit ihren Fetteinlagerungen. Da das Fettgewebe stets als Ort der Schadstoffablagerung gilt, wird auf diese Weise eine Entgiftung der Haut erreicht. Darüberhinaus wird die Haut fester und straffer, was einen Einsatz dieser Substanzen auch bei Cellulite sinnvoll macht.

Blütenhonig

Blütenhonig enthält viele natürliche hautpflegende und schützende Naturstoffe und trägt somit zum Schutz der Haut vor Umwelteinflüssen und ihrer Regeneration bei. Es bestehen Ähnlichkeiten mit dem Natural Moisturizing Factor (NMF) der Haut und damit mit den hauteigenen feuchtigkeitsbindenden Substanzen.

Grundlegende Pflege

Für die Lau Dermo Gele durfte es nicht irgendeine Grundlage sein. Im Hinblick auf die Zielgruppe der Anwender mit extrem trockener und geschädigter Haut, sollte die Grundlage gut verträglich sein und schon beim Auftragen ein angenehmes Gefühl vermitteln. Die in den Lau Dermo Gelen verwendete Gelgrundlage entspricht diesen Anforderungen. Beim Auftragen vermittelt sie einen angenehm kühlenden Effekt und die Haut ist noch 7 Stunden nach dem Auftragen hervorragend hydratisiert. Die Zahl der Inhaltsstoffe ist scharf begrenzt, wodurch die Möglichkeit einer Unverträglichkeit verschwindend gering ist. Ergänzt wird die Gelgrundlage durch einen öligen Anteil pflanzlichen Ursprungs, welcher die Spreitung der Gele auf der Haut fördert und gleichzeitig den Wasserverlust mindert und pflegende und weichmachende Eigenschaften hat.

Folgende Produkte runden das AdApo-Konzept rund um Haut und Schleimhäute ab;

AdApo- Ihr Hautkonzept - Pflege von innen bis außen

Trulap gamma Kapseln Zur ergänzenden Versorgung mit Gammalinolensäure
gewonnen aus Mucor javanicus Öl
pro Kapsel 100mg Gammalinolensäure
Handelsgröße: 60 Kapseln
Verzehrempfehlung: 2 x täglich 1 Kapsel
Trulap Tabletten Zur ergänzenden Versorgung mit Vitaminen des Vitamin-B-Komplexes und Bakterienkulturen der Milch (Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus rhamnosus, Bifidobacterium species)Handelsgröße: 150 TablettenVerzehrempfehlung: 3 x täglich 1 Tablette
NHP Dermo Serie neutrale Pflege und Rezepturgrundlagen für die indivuelle naturheilkundliche Praxis:
NHP Dermo Creme
Creme für normale bis fettige Haut
NHP Dermo Salbe
Salbe für normale bis trockene Haut
NHP Dermo Fettsalbe
Salbe für trockene bis sehr trockene Haut

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Trulap gamma

Fett

Der menschliche Körper benötigt zum Überleben eine ausgewogene Zufuhr von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten. Die Fette spielen eine Schlüsselrolle bei der Engergiegewinnung des Körpers, dienen als Baustoff und sind für Wachstum und Entwicklung des Menschen von Bedeutung. Viele Substanzen (z. B. die fettlöslichen Vitamine) können vom Körper nur in Verbindung mit Fett verwertet werden. Wichtig bei der Fettzufuhr ist die richtige Menge und die richtige Zusammensetzung der Fette.

Fettsäuren

Die Fette, die der Mensch mit der Nahrung aufnimmt, sind zumeist Triglyceride aus Glycerin in Verbindung mit drei Fettsäuren. Fettsäuren bestehen aus kettenförmig aneinandergereihten Kohlenstoffmolekülen und einem organischen Säurerest. Sind alle Bindungsstellen der Kohlenstoffatome in der Kette mit Wasserstoffatomen besetzt, so spricht man von gesättigten Fettsäuren. Sind jedoch einige Kohlenstoffatome durch Doppelbindungen miteinander verbunden, so kann die Fettsäure weitere Wasserstoffatome anlagern - sie ist ungesättigt. Die ungesättigten Fettsäuren unterscheiden sich wiederum in Anzahl und Lage der Doppelbindungen. Man unterscheidet zwei Gruppen ungesättigter Fettsäuren: die Omega-3- und die Omega-6-Fettsäuren. Dabei beschreibt die Ziffer 3 bzw. 6 die Position der ersten Doppelbindung vom Kettenende aus gezählt.

Essentielle Fettsäuren

Generell sind Mensch und Tier in der Lage, Fettsäuren zu synthetisieren, Fettsäureketten zu verlängern oder gesättigte Fettsäuren in ungesättigte zu überführen. Aufgrund besonderer biochemischer Zusammenhänge gibt es jedoch einige ungesättigte Fettsäuren (Linolsäure und Linolensäure), die der Organismus nicht selber produzieren kann.
Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind für den Organismus essentiell und müssen mit der Nahrung oder bei erhöhtem Bedarf als Nahrungsergänzung zugeführt werden. Von besonderer Bedeutung ist dabei die cis-Linolsäure. Diese Fettsäure mit 18 Kohlenstoffatomen und zwei Doppelbindungen nimmt im Stoffwechsel eine zentrale Stellung ein.

Cis-Linolsäure, Gammalinolensäure

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in allen Membranen der Körperzellen lokalisiert (als Bestandteile der Phospholipide) und sind für die Funktionen, Flexibilität und Durchlässigkeit der Membranen unentbehrlich. Als Baustein von bestimmten Lipidstrukturen sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren essentiell für die Entwicklung und die Funktion von Gehirn und zentralem Nervensystem sowie für die Erhaltung der Barrierefunktion des Stratum corneum. Neben der Funktion als Zellbaustein ist die cis-Linolsäure eine wichtige Vorstufe für Mediatoren, die vielfältige Auswirkungen auf Zellfunktionen haben. Über mehrere enzymatische Schritte wird die cis-Linolensäure in Prostaglandine, Thromboxane und Leukotriene umgebaut. Dadurch wird direkt Einfluss auf Entzündungsreaktionen, Immunreaktionen, Durchblutung u. a. m. genommen.
Der wichtigste Schritt bei der Umwandlung der cis-Linolsäure ist der Einbau einer weiteren Doppelbindung. Dabei entsteht die Gammalinolensäure:

Maßgebliches Enzym für diesen Schritt ist die Delta-6-Desaturase. Die cis-Linolsäure kann ihre volle Bedeutung für den Organismus nur dann entfalten, wenn die enzymatische Desaturierung (= Einfügen der dritten Doppelbindung) mit Hilfe der Delta-6-Desaturase vollzogen wird. Ohne diese Umwandlung ist der letztendliche Einfluß auf den Stoffwechsel nicht möglich. Nach Verlängerung der Gamma-Linolensäure zur Dihomo-Gamma-Linolensäure werden im Organismus auf direktem Weg Prostaglandine der Serie E1 (entzündungshemmend) oder über den "Umweg" Arachidonsäure Prostaglandine der Serie E2 (entzündungsfördernd) gebildet.
Verschiedene Krankheitsbilder hängen eng mit einem Mangel an Gammalinolensäure zusammen. Dieser Mangel kann unterschiedliche Ursachen wie z. B. Streßsituationen, Alter, Diabetes, ein hoher Cholesterinspiegel sowie falsche Ernährung haben. Insgesamt führen diese Ursachen jedoch zu einer Blockierung bzw. zu einem Mangel an der Delta-6-Desaturase und damit zu einer verzögerten bzw. verminderten Umwandlung von cis-Linolsäure in Gamma-Linolensäure. Ohne Umwandlung in Gammalinolensäure ist die mit der Nahrung ausreichend zugeführte essentielle cis-Linolsäure für den Organismus wertlos. In diesem Fall ist eine direkte Zufuhr von Gammalinolensäure notwendig, da eine ausreichende Versorgung mit Gammalinolensäure auch über eine ausgewogene Ernährung nicht möglich ist.

Trulap gamma

Die Zahl der natürlichen Quellen, welche Gammalinolensäure in relevanten Mengen liefern, ist begrenzt. Den größten Bekanntheitsgrad erreicht bisher das Nachtkerzenöl, genauer gesagt das Samenöl der Nachtkerze. Nachtkerzenöl enthält neben weiteren Fettsäuren (71% Linolsäure) ca. 10% Gammalinolensäure. Weitere pflanzliche Gammalinolensäurelieferanten sind Borretschöl (ca. 25%) und Johannisbeerkernöl (ca. 17%). Diese enthalten jedoch keine Linolsäure. Es hat sich in der praktischen Erfahrung gezeigt, dass Öle mit einer ausgewogenen Mischung ungesättigter Fettsäuren vorteilhafter sind. Neben diesen pflanzlichen Ölen gewinnt in letzter Zeit ein Pilzöl an Bedeutung, welches mit ca. 25% einen sehr hohen Gammalinolensäure-Anteil aufweist und daneben wie Nachtkerzenöl weitere ungesättigte Fettsäuren enthält. Mucor javanicus-Öl wird aus dem in der Lebensmittelindustrie verwendeten Pilz Mucor javanicus gewonnen. Entdeckt wurde dieser vielseitige Pilz 1900 in Java, Indonesien. In der Lebensmittelbranche findet der Mucor javanicus beim Brotbacken, Bierbrauen und in Weinkellereien Verwendung.
Zur Gewinnung des Mucor javanicus-Öles wird der Mucor javanicus-Pilz in einem Fermenter unter kontrollierten Bedingungen gezüchtet. Dann werden die Pilzzellen vom Nährmedium abgetrennt und mit Ethanol getrocknet. Dann wird das rohe Öl von der Pilzkultur gewonnen und gereinigt. Dieses Öl wird dann angereichert mit natürlichem Vitamin E (dient der Stabilisierung) in Weichgelatinekapseln verarbeitet. Auf diese Weise erhält man ein hochwertiges und unbelastetes natürliches Öl, welches sehr reichhaltig an Gammalinolensäure ist.
Die Firma AdApo vertreibt die Gamma-Linolensäure aus Mucor javanicus Öl als Trulap® gamma Kapseln. Besonders bei Neurodermitikern und Psoriatikern hat sich die Nahrungsergänzung mit Trulap gamma Kapseln bewährt.

Neurodermitis, atopisches Ekzem

Zahlreiche Untersuchungen und Studien an atopischen Patienten zeigten, dass diese einen Mangel an Gammalinolensäure bei einem gleichzeitig erhöhten cis-Linolsäurespiegel aufwiesen. Dieses ist wie oben bereits angeführt auf eine mangelnde Aktivität der Delta-6-Desaturase zurückzuführen. Durch diese Blockade des Stoffwechselweges ist eine ausreichende Synthese von Prostaglandin E (PG E) nicht mehr möglich. Damit fehlt der regulierende Einfluß der PG E auf die an der Haut ablaufenden Entzündungsreaktionen. Besonders dem PG E1 werden entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben, resultierend aus seinem Einfluß auf die Reifung der T-Lymphocyten. In verschiedenen Studien wurde zudem festgestellt, dass PG E1 die IgE-Synthese hemmt. Eine ausreichende PG E1-Synthese hätte also durch eine Hemmung der IgE-Produktion eine Herabsetzung der Allergiebereitschaft zur Folge.
Stress begünstigt bekanntermaßen die Auslösung eines Neurodermitisschubes. Stresssituationen haben einen Anstieg des Katecholaminspiegels zur Folge (Adrenalin, Noradrenalin). Die Katecholamine wiederum hemmen die Aktivität der Delta-6-Desaturase, wodurch wie bereits beschrieben die PGE-Synthese beeinträchtigt wird.
Die Gammalinolensäure wird zum Teil direkt in Membranstrukturen eingebaut und ist so auch am Aufbau des Stratum corneum - der Lipidbarriere der Haut - beteiligt. Als Baustein der Phospholipide ist die Gammalinolensäure für die Regulation der Durchlässigkeit und Flexibilität von Zellmembranen ausschlaggebend.
Diese Punkte machen deutlich, wie wichtig gerade für Neurodermitiker eine ausreichende Versorgung mit Gammalinolensäure ist. Da die PGE1-Synthese im Organismus wesentlich schneller abläuft als der Arachidonsäureweg, können durch die Gabe von Gammalinolensäure gezielt die gewünschten Effekte des PG E1 verstärkt werden.

Psoriasis

Das immunologische Grundgeschehen und die stark beschleunigte Hauterneuerung beim Psoriatiker machen auch hier den Einsatz von Gammalinolensäure notwendig. Wie bei der Neurodermitis bereits ausgeführt, kommt es auch hier durch den letztendlichen Einfluß von PG E1 zu entzündungshemmender Wirkung. Durch die verstärkte Zellneubildung der Haut besteht ein nicht unerheblicher Bedarf an Gammalinolensäure. Durch die ausreichende Bereitstellung der Gammalinolensäure wird der Einbau der richtigen - ungesättigten, langkettigen - Fettsäuren in die Zellmembranen gewährleistet.

Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Eine sehr große Anzahl von Frauen leidet unter dem prämenstruellen Syndrom, d. h. 7-10 Tage vor Beginn der Menstruation treten Beschwerden körperlicher oder psychischer Art auf, die das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Die körperlichen Symptome reichen dabei von Unterleibsschmerzen, über Spannungsgefühle und erhöhte Empfindlichkeit der Brust, Ödemen bis hin zu Kopfschmerzen oder Migräne. Die psychischen Beschwerden äußern sich in unkontrollierbaren Eßgelüsten und starken Stimmungsschwankungen. Einige Tage vor Beginn der Menstruation erreicht die Stärke der Beschwerden ihren Höhepunkt, um mit Einsetzen der Regelblutung schnell zu verklingen. Das PMS führt zu einer relativ starken Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit und des sozialen Verhaltens, so dass nicht nur die Betroffene selber, sondern auch das Umfeld darunter leidet. Störungen im Hormonhaushalt konnten als Ursache ausgeschlossen werden. Vielmehr wird eine Stoffwechselstörung als Auslöser vermutet. Studien haben gezeigt, dass bei den betroffenen Frauen die Umwandlung der cis-Linolsäure in die Gammalinolensäure gestört ist. Als Folge dessen wird im Zusammenhang mit einer verminderten Prostaglandin E1-Synthese eine erhöhte Empfindlichkeit des Gewebes gegenüber Sexualhormonen angenommen. Mit der Substitution von Gammalinolensäure kann diese Stoffwechselstörung ausgeglichen werden.

Weitere Erkrankungen können anscheinend durch die regelmäßige Gabe von Gammalinolensäure positiv beeinflußt werden, jedoch gibt es hierzu noch keine ausreichenden Studien. Erfahrungen in der Praxis haben jedoch gezeigt, dass der Einsatz von Gammalinolensäure bei folgenden Erkrankungen sinnvoll ist: Allergien, Diabetes, Hyperaktivität bei Kindern, Migräne, neuronale Störungen.

Trulap gamma - praktische Hinweise

Die Verzehrempfehlung liegt bei 2 x täglich 1 Kapsel Trulap gamma. Das entspricht einer täglichen Zufuhr von 200mg Gammalinolensäure. Üblicherweise werden die Kapseln unzerkaut geschluckt, damit die mehrfach ungesättigten Fettsäuren unoxidiert in den Darm - dem Ort der Resorption - gelangen. Wenn jedoch das Schlucken der Kapseln Schwierigkeiten bereitet, z. B. Kindern, so können die Kapseln angestochen werden und das Öl direkt oder über das Essen verabreicht werden. Das Öl kann auch direkt auf die Haut aufgetragen werden. Die äußerliche Anwendung ersetzt jedoch nicht die orale Applikation.
Neurodermitis- oder Psoriasispatienten wird eine dauerhafte Einnahme von Gammalinolensäure empfohlen. Im Falle von PMS wird empfohlen mit der Einnahme jeweils ca. 1 Woche vor der erwarteten Menstruation zu beginnen und bis zum Ende der Menstruation beizubehalten.

Trulap Tabletten

Zur ergänzenden Versorgung mit Vitaminen des Vitamin-B-Komplexes (Vit. B6, B2, B1 und B12 sowie Folsäure), und Bakterienkulturen der Milch (Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus rhamnosus, Bifidobacterium species)
Handelsgröße: 150 Tabletten
Verzehrempfehlung: 3 x täglich 1 Tablette

Der Darm - mehr als man denkt

Der Darm wird nicht mehr als bloßes Resorptions- und Verdauungsorgan betrachtet. Inzwischen wird seine Bedeutung für die Gesundheit des ganzen Körpers erkannt. Der Darm bietet mit 400 m² die größte Kontaktfläche des Körpers mit der Außenwelt und er ist das größte Immunorgan des menschlichen Körpers. Im Gastrointestinaltrakt finden sich 80% aller immunologisch aktiven Zellen des Körpers. Dieses darmassoziierte Immunsystem oder GALT (gut-associated-lymphoid-tissue) ist für die Aufrechterhaltung der normalen Funktionen des Immunsystems zuständig.
Zu einem gesunden Darm und damit zu einem gesunden Körper gehören die physiologischen Darmbakterien - die Darmflora. Es sind über 400 Bakterienarten bekannt, die physiologischerweise die Darmschleimhaut besiedeln können. Sie sind ein wichtiger Bestandteil bzw. Partner des darmassoziierten Immunsystems. Diese physiologischen Bakerien verhindern, wenn sie in einem stabilen Gleichgewicht vorhanden sind, die Ansiedlung unphysiologischer, zumeist pathogener Keime. Darüber hinaus versorgen sie die Zellen der Darmschleimhaut mit Mineralien, Vitaminen und vor allem mit Energie in Form von Säuren (z. B. Milchsäure, Essigsäure), welche sie aus Kohlenhydraten herstellen und somit den Zellen verfügbar machen. Auf diese Art der Versorgung sind die Schleimhautzellen angewiesen, denn sie beziehen nur 30% ihres Energiebedarfs über die Blutbahn, mit der sie nicht direkt in Verbindung stehen. Im Gegenzug erhalten die Bakterien Endprodukte des Zellstoffwechsels, z. B. Bicarbonat-Anionen, wodurch sie ihr Lebensmilieu stabilisieren. Dieses Zusammenleben im gegenseitigen Nehmen und Geben bezeichnet man als Symbiose. Alle Maßnahmen, die den Erhalt dieses Systems begünstigen, fallen unter den Begriff Symbioselenkung.

Bakterien - gut oder böse?

Bakterien können Krankheiten hervorrufen oder verstärken. Es gibt jedoch viele Bakterienarten - vor allem im menschlichen Darm - deren Anwesenheit im menschlichen Körper notwendig ist, um gewisse Funktionen aufrecht zu erhalten. Zu den physiologischen Bakterien gehören auch pathogene (z.b Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus spp.) und potentiell pathogene (z. B. Enterococcus spp., Escherichia coli) Keime, deren negative Eigenschaften jedoch bei einem physiologischen Verhältnis zu den protektiven Darmbakterien (Lactobacillus spp., Bifidobacterium spp., Eubacterium spp.) nicht zum Tragen kommen. Viele äußere Faktoren, wie z. B. Stress, falsche Ernährung, Antibiotikaeinnahme, können in das empfindliche Gleichgewicht der physiologischen Bakterienflora eingreifen. Ohne Hilfe von außen reguliert sich die Darmflora danach innerhalb von 30-60 Tagen von allein - vorausgesetzt die störenden Einflüsse sind nicht mehr vorhanden. Um das Gleichgewicht möglichst zügig wieder herzustellen, ist die Einnahme von Probiotika sinnvoll. Dies kann zum Beispiel durch die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels wie Trulap Tabletten erfolgen.
Die Zusammensetzung der Darmflora ist nicht überall gleich. Sie ist abhängig von den Milieubedingungen im jeweiligen Darmabschnitt. Lactobacillen und Bifidobakterien sind jedoch in jedem Darmabschnitt zu finden. Diese Bakterienarten sind relativ säureresistent und überstehen daher auch das saure Milieu im Magen.

Lactobacillen und Bifidobakterien - die Stars der Symbioselenkung

Zur zügigen Wiederherstellung der physiologischen Darmflora bzw. zur Stärkung einer durch äußere Faktoren gestörten Darmflora werden zumeist die protektiven Bakterienarten Lactobacillus und Bifidobacterium als Nahrungsergänzung zugeführt.
Protekive Bakterienarten verwerten fast ausschließlich Kohlenhydrate. Dabei entstehen organische Säuren (z. B. die für die Lactobacillen Namen gebende Milchsäure), die zu einer Absenkung des pH-Wertes im Darm führen. Der niedrige pH-Wert hemmt wiederum das Wachstum einiger pathogener Bakterienarten. Die pathogenen und potentiell pathogenen Darmbakterien enthalten Enzyme, welche die Verstoffwechselung von Proteinen zu toxischen oder cancerogenen Substanzen begünstigen. Die protekiven Darmbakterien enthalten diese Enzyme kaum oder nicht und beugen daher bei ausreichendem Anteil an der Darmflora der übermäßigen Synthese solcher Substanzen vor.
Die Mikroorganismen der Darmflora und die Immunzellen der Darmschleimhaut stehen über Botenstoffe und Oberflächenproteine in ständiger Kommunikation. Antigene Strukturen der Mikroorganismen werden den Makrophagen und Lymphocyten präsentiert und dadurch die Immunreaktion gesteuert.
Zahlreiche Stoffwechselprodukte der Darmbakterien stimulieren Rezeptoren des ENS (enterales Nervensystem) und regulieren somit die Motilität des Darms, die Sekretion von Substanzen, die Durchblutung und nehmen auch hierüber Einfluss auf die Immunreaktion.
Viele Arten von Lactobacillen bestitzen die Fähigkeit, antimikrobielle Proteine (Bacteriocine) und Wasserstoffperoxid (H2O2) zu produzieren und üben damit direkt einen hemmenden Einfluss auf pathogene Bakterien aus.
Studien der Oklahoma State University und der University of Kentucky haben gezeigt, das die Gabe von Lactobacillus acidophilus zu einer Senkung des Cholesterinspiegels und damit zu einem verminderten Risiko von Herzkranzgefäß-Erkrankungen führt.
Lactobacillus acidophilus stellt dem Menschen im Darm wichtige Stoffe wie Niacin, Folsäure und Pyridoxin zur Verfügung. Im Umkehrschluss ist die Versorgung der Darmschleimhaut mit diesen Nährstoffen im Falle einer Dysbiose nicht ausreichend gewährleistet. Daher düfen bei einer erfolgreichen Symbioselenkung u. a. diese Nährstoffe nicht fehlen, um die durch die Dysbiose bewirkte Unterversorgung möglichst schnell auszugleichen.
Lactobacillus rhamnosus findet man häufig auch unter der Bezeichnung Lactobacillus rhamnosus GG oder kurz LGG, wobei das GG von den Anfangsbuchstaben der Forscher Gorbach und Goldin herrührt. Lactobacillus rhamnosus unterdrückt das Wachstum schädlicher Bakterienarten im Intestinaltrakt und ist daher u. a. Bestandteil von antidiarrhoischen Präparaten.
Bifidobakterien liefern Butyrat, welches ein wichtiger Energielieferant für die Coloncyten ist und einen regulierenden Einfluss auf die Zelldifferenzierung und das Zellwachstum hat. Bifidobakterien bauen Zucker über einen speziellen komplizierten Stoffwechselweg ab, der den Zellen der Darmschleimhaut letztendlich Milchsäure, Essigsäure und Energie in Form von ATP zur Verfügung stellt. Bifidobacterien sind im Darm gestillter Säuglinge die vorherrschende Bakterienart, da ihre Anreicherung durch spezielle Inhaltsstoffe der Muttermilch gefördert wird. Mit zunehmendem Alter verschiebt sich der pH-Wert im Darm und damit auch die Zusammensetzung der Darmflora.

Die Bedeutung der Darmflora bei verschiedenen Erkrankungen

Die vorliegenden Erkenntnisse über die Bedeutung der Darmflora verdeutlichen, dass die Erhaltung und vor allem Wiederherstellung der Darmflora bei zahlreichen Erkrankungen ein wichtiger Therapiebestandteil sein sollte.

Diarrhöe nach Antibiotikagabe
Die Diarrhöe, welche häufig als Nebenwirkung von Antibiotikatherapien auftritt, ist die wohl offensichtlichste Indikation für eine Symbioselenkung. Die zumeist eingesetzten Breitbandantibiotika treffen sowohl die pathogen als auch die physiologischen Bakterien. Infolgedessen können sich pathogene Bakterienarten (z. B. Clostridium difficile) oder Pilze (Candida albicans) vermehren und die entsprechenden Symptome verursachen.

Reizdarmsyndrom
Bei Patienten mit Reizdarmsyndrom wird zumeist eine Verschiebung der Zusammensetzung der Darmflora diagnostiziert. Der Anteil an Lactobacillen und Bifidobacterien ist reduziert und der Anteil an pathogen und potentiell pathogenen Bakterienarten erhöht. Viele Symptome des Reizdarmsyndroms (krampfartige Schmerzen, unregelmäßige Stuhlfrequenz) lassen sich auch durch die veränderte Stimulierung des ENS erklären.

Allergien, Atopie
In ihrer Funktion als "Trainingspartner" für das darmassoziierte Immunsystem regulieren die physiologischen Darmbakterien die Immunantwort. Die Synthese pro-inflammatorischer Cytokine wird durch Lactobacillen gehemmt, während die anti-inflammatorischen Cytokine unter deren Einfluss vermehrt synthetisiert werden. Die Einflussnahmen der Lactobacillen und Bifidobacterien erstreckt sich auch auf die Synthese und Sezernierung von IgE und IgA sowie die Makrophagenaktivität. Die ständige Stimulierung des darmassoziierten Immunsystems durch die physiologischen Darmbakterien ist für eine kontrollierte Immunreaktion nötig. Verschiebungen in der Zusammensetzung der Darmflora ziehen auf Dauer stets auch eine veränderte Immunreaktion nach sich.
Eine Studie in Finnland (2001) zeigte, dass die Einnahme von Lactobacillus rhamnosus durch die Mutter am Ende der Schwangerschaft und durch den Säuging während der ersten sechs Lebensmonate eine präventive Wirkung im Hinblick auf das atopische Ekzem hat. Untersuchungen bei Kindern mit atopischem Ekzem zeigen, dass diese einen verringerten Anteil an Lactobacillen und Bifidobacterien aufweisen (Björkstén et al. 1999).

Mykosen
Eine Mykose geht immer mit einer Dysbiose einher, da die pathologische Vermehrung der Pilze im Darm nur geschehen kann, wenn die Flora der Darmbakterien nicht in Takt ist und somit der Ausbreitung der Pilze nicht entgegenwirken kann. Die Symbioselenkung gehört zu einer antimykotischen Therapie unbedingt dazu, um Rezidive zu vermeiden.

AdApo
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